Die erste Regel lautet: Kein Körperkontakt.
Während des gesamten Retreats gibt es keinen Körperkontakt. Wir verzichten auf Schulterklopfen, Umarmen, Hände halten und dergleichen.
Während der Dyaden kann über alles gesprochen werden, aber jeder bleibt bei sich.
Die Regel dient auch dem Schutz der Teilnehmer. Projiziert z.B. jemand eine ungeliebte Person in sein Gegenüber, die ihm in der Vergangenheit Schaden zugefügt hat, ist diese Regel wichtig.
Auch aus diesem Grund achten wir auf eine konsequente Einhaltung dieser Regel.
Zweite Regel: Keine privaten Gespräche.
Wir neigen dazu, in ungewohnten Situationen auf altbewährte Muster zurückzugreifen, um uns sicher zu fühlen und die Kontrolle zu behalten.
Aber im Retreat geht es darum, bei sich zu bleiben. Jede Art von Ablenkung wird vermieden. Je mehr man sich darauf einlässt, umso mehr können die Dinge auftauchen, die man im Alltag kaum wahrnimmt. Wie an einer Perlenkette, von Moment zu Moment, führt uns die Frage an den Dingen entlang, die unser Verhalten, unsere Gefühle und unsere Meinungen bestimmen.
Die dritte Regel: Eine Dyade wird erst verlassen, wenn sie beendet ist.
Wir erfahren im Retreat einen sicheren und geschützten Raum, in dem wir uns der Wahrheit öffnen können. Öffnet man sich in einer Dyade und gibt sich hin, dann ist man auch verletzlich. Würde das Gegenüber in einem solchen Moment einfach aufstehen und weggehen, könnte das schmerzhaft bis retraumatisierend sein.
Zudem verzichten wir während des Retreats auf Nikotin, Alkohol, Drogen, Parfüm, Schmuck, und elektronische Geräte.